„Im Schnitt werden 20 km Papier, die mit 30 km/h bedruckt werden, verarbeitet.“

24. Juni 2022

war einer der ersten Sätze, die wir in der Druckerei der Dewezet in Hameln gehört haben. Eine Besichtigung der Druckerei können wir nur weiterempfehlen! Voller spannender technischer Details, ungeahnten Herausforderungen und hochmodernem Arbeiten, so zeigte sich uns die Druckerei.

Für eine Ausgabe werden täglich etwa 20km Papier benötigt.

Die Papierrollen waren beeindruckend, spannender ist der Offsetdruckvorgang, von der Herstellung der Aluminiumdruckplatten über das Ausrichten der Platten zueinander, Trocknung der Farbe auf dem Papier und das gleichzeitige Drucken von vier Farben über vier Etagen. Wir hatten das Glück den Druck einer 25000 starken Beilage begleiten zu können; der Druck war nach 15 Minuten abgeschlossen.

Ab 22.15 Uhr beginnt der Druck der Tageszeitung des nächsten Tages. Bis dahin haben die Redakteure, insgesamt neun festangestellte Redakteure und zwei Volontäre, ihre Artikel inkl. Bild in das Programm eingepflegt und gleichzeitig gesetzt, die Artikel wurden Korrektur gelesen, die Druckplattenherstellung ist erfolgt, alles notwendige wurde breitgestellt. 30 Minuten Puffer für ungeahnte Ereignisse oder technische Fehler sind in der gesamten Produktionszeit eingeplant, damit die Zeitung pünktlich zur Logistik kann, um in unsere Briefkästen zu gelangen.

Natürlich sprachen wir auch über Herausforderungen, wie z.B. die Rohstoffknappheit, die letzten Herbst die Papierpreise auf ein Rekordhoch gehoben hat. Personal ist auch in dieser Brache ein Mangel, besonders im Bereich der Logistik.

Auch über Themen Fakenews, Onlinezeitung vs. Papier, Arbeitsbedingungen und vieles mehr haben wir uns ausgetauscht.

Das Engagement, nicht nur das der Redakteure, eine möglichst objektive und von allen Seiten betrachtete Arbeit zu liefern, wurde hier sehr deutlich. Aber auch die Schwierigkeit, diesem Anspruch zu genügen und abzuwägen, wie und in welchem Umfang über verschiedene Seiten zu berichten, wurde klar kommuniziert. „Wir sind Wächter.“, mit diesen Worten waren wir am Ende der Führung angelangt. Vielen Dank für diese interessante Tour.

SZ/LZ Bückeburg

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