Junge Menschen haben eine Stimme!

12. Januar 2023

Stellungnahme der CDU-Ratsfraktion zum Wahlrecht ab 16

Das Wahlrecht bringt nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten mit sich. Daher sollte die Jugend besser aufklären, bevor man ihnen noch mehr Verantwortung aufbürdet.
Lehrpläne müssen angepasst und dem Thema „Wie funktioniert unser Staat?“ mehr Stunden eingeräumt werden, das den Zusammenhang der politischen Willensbildung und Prozesse erklärt und praktisches Handwerkszeug zur Verfügung stellt. Gerade die kommunale Ebene, also die Ebene, in der sich die Jugendlichen tagtäglich – wenn auch weitestgehend unbewusst – direkt bewegen, die das unmittelbare Zusammenleben in der Nachbarschaft bestimmt, kommt dabei im Moment zu kurz.

Mit Projekten, wie „Schule macht Staat“ oder „pimp your town“ können diese Möglichkeiten spielerisch dargestellt werden.

Ich glaube, dass immer noch viel zu wenig Jugendliche wissen, wieviel Einfluss sie mit ihrer Stimme oder ihrer Mitarbeit in politischen Gremien haben können – „Was kann ich wirklich beeinflussen und mitbestimmen?“ Dabei wäre dies so wichtig. Denn wir brauchen dringend besonders auch junge Menschen, die mit ihrer Meinung bei aktuellen Themen Mitmischen.

Viele Entscheidungen, die wir heute treffen, reichen weit in die Zukunft, manche Umsetzung werde ich selbst nicht mehr erleben. Aber gerade die Zukunft der jungen Generationen wird dadurch maßgeblich gelenkt. Deshalb sollten sie ihre Zukunft auch mitgestalten dürfen.

Ein Wahlrecht oder die Volljährigkeit ab 16?

Viele der Argumente, die heute gegen eine Herabsetzung des Wahlalters von 18 auf 16 ins Feld geführt werden, sind nicht neu, sondern könnten ebenso wortwörtlich aus dem Jahr 1970, dem Jahr der Herabsetzung des Wahlalters von 21 auf 18, stammen. Bereits damals wurde der jungen Generation die geistige Reife oder das verantwortungsvolle Handeln abgesprochen. Damals wie heute gilt: junge Menschen haben einen anderen Zugang zu Informationen, sind reifer und oft auch aufgeklärter als ihre Vorgängergenerationen. Jedoch tragen sie damit auch eine große Verantwortung und erfahren zusätzlichen Druck, der in unserer heutigen schnelllebigen Welt ohnehin schon enorm ist.

Noch wichtiger als Diskussionen über das Wahlalter ist, alle Menschen in unserer Gesellschaft für Zukunftsthemen zu begeistern und gemeinsam für unsere Gemeinschaft einzustehen. Gerade deswegen haben wir uns in der CDU Bückeburg für einen Verjüngungsprozess entschieden. Bei uns haben junge Menschen eine Stimme!

Liebe Jugendliche: Eure Stimme hat Konsequenz! Ihr habt es in der Hand die Zukunft eurer Stadt, eures Landkreises, eures Bundeslandes, ja ganz Deutschlands mitzugestalten – die Rahmenbedingungen dafür müssen wir setzen.

Iris Gnieser
Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion; Gruppenvorsitzende Jamaika+; Vorsitzende Ausschuss Jugend und Familie; Verwaltungsausschuss

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